Wir haben einen KI-Server gekauft. Er steht in der Schweiz und läuft unter unserer eigenen Regie. Darauf betreiben wir offene KI-Modelle. Wir können sie testen, vergleichen und für unsere Arbeit einsetzen. Und wir lernen dabei eine Menge darüber, was hinter ChatGPT & Co. eigentlich passiert.DatensicherheitUnsere Kunden vertrauen uns Inhalte an, die noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Strategien, Konzepte, Berichte oder interne Dokumente.
Solche Daten dürfen nicht an externe KI-Dienste geschickt werden.
Auf unserem eigenen Server können wir KI-Modelle lokal betreiben. Die Daten bleiben dabei auf unserer Infrastruktur. Das gibt uns mehr Kontrolle darüber, wo sie verarbeitet werden und wer darauf zugreifen kann.
Das Thema ist relevant. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte weist ausdrücklich darauf hin, dass das Schweizer
Datenschutzgesetz auch beim Einsatz von KI gilt. Besonders wichtig sind Transparenz und die Frage, wie
eingegebene Daten weiterverwendet werden.
Token-KostenWer kommerzielle KI-Modelle über eine Schnittstelle nutzt, bezahlt in der Regel nach Verbrauch. Vereinfacht gesagt nach der Menge an Text, die hinein und wieder herausgeht. Abgerechnet wird in Tokens.
Bei einzelnen Anfragen fällt das kaum ins Gewicht. Anders sieht es aus, wenn eine KI Tausende Seiten verarbeitet, grosse Dokumentensammlungen durchsucht oder regelmässig dieselben Aufgaben erledigt.
NZZ-Artikel zum Thema vom 8. August 2026Auf unserem Server fallen diese verbrauchsabhängigen Token-Kosten nicht an. Dafür bezahlen wir Hardware, Strom und Betrieb. Wir gehen davon aus, dass KI in unserer Arbeit stark an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb wollen wir schon heute möglichst viel davon verstehen und selbst betreiben können. Eigene Modelle, eigene Rechenleistung, eigene Infrastruktur. Diese Autonomie bauen wir jetzt auf.
Und, funktionierts?Ja. Erstaunlich gut sogar. Unsere ersten Tests mit offenen KI-Modellen zeigen, dass sich 80% der Aufgaben problemlos lokal erledigen lassen. Die Modelle laufen stabil, die Resultate überzeugen und die Geschwindigkeit stimmt.
Jetzt geht es ans Ausprobieren. Welche Anwendungen bringen unseren Kunden einen echten Nutzen? Welche Prozesse lassen sich vereinfachen? Und wo ist der eigene Server die bessere Lösung?
Genau das wollen wir herausfinden.
Die Hardware läuft schon mal.